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Thema: UNIVERMA AG (WKN A0V9MF)

Thread-Nummer:
Anzahl Antworten: 7
Anzahl Aufrufe: 1.693
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Beitrag #0 von LordofShares am 04.01.2011 12:31   ( 3.773 Beiträge | Status: ok )
UNIVERMA AG (WKN A0V9MF)

Die UNIVERMA AG ging Mitte August 2010 an die Wiener Börse (nachzulesen im IPO-Thread). Anfang September 2010 wurden die Univerma-Aktien außerdem auch in den Entry Standard der Börse Frankfurt einbezogen. Doch schon Mitte November 2010 beschloss die Wiener Börse, die Univerma-Aktien wieder aus dem Handel zu nehmen (mit Ablauf des 30.12.2010). Interessant ist dabei vor allem die Anmerkung der Wiener Börse zum Delisting der Univerma-Aktien:

Die Anforderungen des Börsegesetzes betreffend die Zulassung von Finanzinstrumenten zum
Handel an einem geregelten Markt und die Emittentenpflichten gelten für im Dritten Markt
gehandelte Finanzinstrumente nicht, wohl aber die Verbote der §§ 48b und 48c BörseG.

Quelle: Delisting-Bekanntmachung der Wiener Börse zu Univerma

Der § 48b BoerseG beinhaltet das Verbot des Ausnutzens von Insider-Informationen, um sich selbst oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, der 48c BoerseG das Verbot der Marktmanipulation. Die Strippenzieher bei Univerma haben also offenbar gegen mindestens eines dieser Verbote verstoßen ! [eek]

Nach der Notierungsaufnahme in Frankfurt wurde der Univerma-Aktienkurs von den Strippenziehern relativ konstant bei ca. 60 Euro gehalten - natürlich ein völlig utopisches Preisniveau, jedoch ein Kinderspiel, wenn man nahezu alle Aktien kontrolliert. Kurz vor Weihnachten pushte dann plötzlich irgendein unseriöser Börsenbrief, die Umsätze stiegen sprunghaft an, der Kurs bewegte sich jedoch kaum (ein sehr starkes Indiz, dass da was oberfaul ist). Folgerichtig begann nur wenige Tage später, am 28.12.2010, der Absturz. Aktuell sind die Aktien für deutlich unter 10 Euro zu haben (und trotzdem noch überteuert):

Chart


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Beitrag #1 von MFC500 am 04.01.2011 14:22   ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 04.01.2011 12:31

Es ist geradezu skandalös, daß die Aktie an der Hauptbörse delistet wird, aber im dt. Freiverkehr weiter gehandelt werden darf. Ein automatischer Handelsauschluss wäre die richtige Vorgehensweise. Bananenrepublik Deutschland.


Beitrag #2 von LordofShares am 04.01.2011 18:07   ( 3.773 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von MFC500 am 04.01.2011 14:22

Tja, im deutschen Freiverkehr sind Insider-Handel und Kursmanipulation eben erlaubt - und an der Tagesordnung. Dass in Deutschland Gesellschaften wegen solcher Vergehen (zumindest zeitweise) vom Markt genommen werden, wird noch für lange Zeit ein Wunschtraum bleiben...


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Beitrag #3 von LordofShares am 06.07.2011 19:30   ( 3.773 Beiträge | Status: ok )
Verlustanzeige gemäß § 92 Abs. 1 AktG

Heute wurde im eBundesanzeiger die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der UNIVERMA AG für das Geschäftsjahr 2010 veröffentlicht (Termin: 16.08.2011). Gleich der 1. Tagesordnungspunkt ist - welch Überraschung - die Verlustanzeige gemäß § 92 Abs. 1 AktG (d.h. es besteht ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals)...
[keks]


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Beitrag #4 von LordofShares am 16.01.2012 23:02   ( 3.773 Beiträge | Status: ok )
Insolvenzantrag gestellt

Laut einer offenbar nur auf der Homepage der UNIVERMA AG veröffentlichten "Corporate News" hat die Gesellschaft bereits am 13.10.2011 Insolvenzantrag gestellt. Ich verschiebe diesen Thread daher ins Forum "Insolvenz-AGs"...


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Beitrag #5 von aktiensammler am 17.01.2012 20:07   ( 1.617 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Hier die Daten:

UNIVERMA AG
AG Lübeck, HRB 8622
Das zuständige Insolvenzgericht ist ebenfalls das AG Lübeck.

Hier der Chart in Frankfurt:

Chart

Beitrag #6 von LordofShares am 06.03.2012 01:00   ( 3.773 Beiträge | Status: ok )
Insolvenzverfahren eröffnet

Am 28.02.2012 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Univerma AG eröffnet...


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Beitrag #7 von Fundi am 19.08.2014 01:03   ( 55 Beiträge | Status: ok )
Verdacht auf Marktmanipulation - Weitere Ermittlungen gegen Markus Frick

WirtschaftsWoche 18. August 2014:
Verdacht auf Marktmanipulation - Weitere Ermittlungen gegen Börsen-Guru Markus Frick

Im Februar wurde Markus Frick zu 31 Monaten Haft verurteilt, der Börsenbrief-Macher hat Revision eingelegt. Jetzt ermitteln Staatsanwälte weiter. Frick könnte Kurse getrieben und dafür Werbegelder kassiert haben.
...
Unterlagen legen den Verdacht nahe, dass ISP im Auftrag von Hintermännern für Aktien getrommelt und dafür Rechnungen für Anlegerseminare oder Werbebanner in ISP-Medien geschrieben hat. Ein Ex-Partner von Frick selbst sagt, ihm sei klar geworden, dass die Gelder dazu gedacht waren, um für das Pushen von Aktienkursen zu bezahlen. Weder Frick noch ISP haben Fragen der WirtschaftsWoche bis zum Redaktionsschluss beantwortet.
...
Der Fall Univerma könnte damit das nächste Kapitel im Frick-Skandal werden, nach dem Strafprozess, in dem das Landgericht Frankfurt ihn im Februar wegen Marktmanipulation zu 31 Monaten Haft verurteilt hat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Frick hat Revision eingelegt. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof bestätigte den Eingang der Akten.

Ungeachtet dessen ermitteln die Staatsanwälte in Frankfurt nun in Sachen Univerma wegen Marktmanipulation. Die Behörde bestätigt Ermittlungen. Sie würden „noch längere Zeit in Anspruch nehmen“.

Univerma war 2010 in Wien an die Börse gegangen, zum Mondpreis von 60 Euro je Aktie. Die Gründer, Großaktionäre und Vorstände Fabian Voß und Kai Hoffmann hatten sich verpflichtet, den Großteil der eigenen Papiere erst ab 2012 zu verkaufen.

So weit die offizielle Version.

Die hinter der Fassade geht so: „das-musterdepot“ trommelte 2010 für die „Kursrakete Univerma“. Die Aktie sollte zur Weihnachtszeit in das „1. Million Depot“ des Dienstes aufgenommen werden. Die Macher vom Musterdepot hielten Univerma für einen „Eilkauf“. Viele Medien hätten berichtet, das Handelsvolumen sei enorm gestiegen. Wer die Aktie kauft, schienen die Macher hellsehen zu können, sollte „mindestens 100 % Gewinn“ machen.

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/verda...k/10336452.html

Die Leute von der Staatsanwaltschaft sind ja richtige "Blitzmerker".[wink]

PS:
Spontan fallen mir, und den meisten anderen hier bestimmt auch, noch viele weitere Personen/Unternehmen ein, bei denen die Staatsanwaltschaft einmal genauer hinsehen sollte.


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