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Thema: 02.04.2009 - G-20-Staaten beschließen in London riesiges Hilfspaket

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Beitrag #0 von LordofShares am 02.04.2009 22:13   ( 3.723 Beiträge | Status: ok )
02.04.2009 - G-20-Staaten beschließen in London riesiges Hilfspaket

02.04.2009 20:38

UPDATE3: G-20-Staaten beschließen in London riesiges Hilfspaket

DJ UPDATE3: G-20-Staaten beschließen in London riesiges Hilfspaket

LONDON (Dow Jones)--Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben am Donnerstag bei ihrem Treffen in London ein beispielloses Maßnahmenpaket als Reaktion auf die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise vorgelegt. Die G-20-Staaten wollen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen internationalen Finanzorganisationen über 1 Bill USD bereitstellen, um die Krise zu bekämpfen. "Diese Übereinkunft, Geld in die internationale Wirtschaft zu geben, ist ein sehr bedeutender Schritt nach vorn", sagte der britische Premierminister Gordon Brown bei einer Pressekonferenz.

Das Kapital des IWF solle auf 750 Mrd USD verdreifacht werden und mit zusätzlichen Mitteln aus vereinbarten IWF-Goldverkäufen werde insgesamt ein Stützungsprogramm von 1,1 Bill USD aufgelegt, "um Kreditmärkte, Wachstum und Arbeitsmärkte in der Weltwirtschaft wiederherzustellen", so die G-20 in der Abschlusserklärung ihres Treffens.

Dem IWF sollen als Soforthilfe für Schwellen- und Entwicklungsländer zunächst rund 250 Mrd USD zur Verfügung gestellt werden, zu denen mittelfristig im Rahmen der "Neuen Kreditvereinbarungen" des IWF weitere 250 Mrd USD hinzu kommen sollen. Zudem ist eine Ausweitung der IWF-Sonderziehungsrechte als Liquiditätshilfe von 250 Mrd EUR geplant.

Die Weltbank soll zusätzliche 250 Mrd EUR erhalten, um die Handelsfinanzierung der Entwicklungs- und Schwellenländer zu sichern. Hinzu kommt noch eine zusätzliche Mittelausstattung der Weltbank und der regionalen Entwicklungsbanken von 100 Mrd EUR.

In Deutschland soll der Großteil der zusätzlichen Mittel aus den Währungsreserven der Deutschen Bundesbank aufgebracht werden. Die G-20 wollten bis Ende 2010 insgesamt 5 Bill USD investiert haben, um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen, sagte Brown.

Zudem beschloss die Gruppe, Maßnahmen gegen Steueroasen zu ergreifen und dabei auch Sanktionen vorzusehen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werde noch am Donnerstag eine Liste von Steueroasen veröffentlichen, sagten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in getrennten Pressekonferenzen. "Die Ära des Bankgeheimnisses ist vorbei", erklärten die G-20.

Die Staats- und Regierungschefs verständigten sich bei dem zweiten Weltfinanzgipfel, dessen Maßnahmen eine Wiederholung der weltweiten Finanzkrise verhindern sollen, auf einen Katalog zahlreicher Einzelmaßnahmen, unter anderem auch zur Regulierung von Hedgefonds, neuen Regeln für Managerbezüge und Anforderungen für Ratingagenturen.

Um künftige Krisen zu vermeiden, sollen Regulierung und Aufsicht auf alle systemisch wichtigen Finanzinstitutionen, -instrumente und -märkte ausgedehnt werden. "Dies wird erstmals systemisch bedeutende Hedgefonds beinhalten", erklärten die G-20. Für Ratingagenturen sind künftig "Aufsicht und Registrierung" vorgesehen.

Zur Frühwarnung vor weiteren Krisen soll ein Financial Stability Board (FSB), dem alle G-20-Länder angehören, als Nachfolgeinstitution des bisherigen Financial Stability Forums (FSF) mit einem starken Mandat versehen werden. Für die größten internationalen Finanzinstitute soll es zudem Aufsichtskollegien geben, in denen die nationalen Aufseher ihre Tätigkeiten abstimmen.

Merkel und Sarkozy zeigten sich nach dem Londoner Gipfel zufrieden mit dessen Ergebnissen. "Ich glaube sagen zu können, dass wir in einer wichtigen Konferenz einen sehr guten, ja fast historischen Kompromiss gefunden haben in einer einzigartigen Krise", erklärte die Kanzlerin. Sarkozy, der im Vorfeld mit einer möglichen Abreise für den Fall unbefriedigender Resultate gedroht hatte, zeigte sich "froh" und betonte, die Ergebnisse gingen über das Erwartete hinaus.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagte, die für Deutschland wichtigsten Stichpunkte besonders zum Finanzmarkt und zu Steueroasen hätten Eingang in die Londoner Abschlusserklärung gefunden. Steinbrück zeigte sich auch zufrieden, dass in London keine weiteren Konjunkturprogramme vereinbart wurden. "Ich will kein Hehl daraus machen, dass ich es als sehr wohltuend empfinde, dass in diesem Text keine Verpflichtung für irgendeinen G-20-Staat steht, weitere Konjunkturprogramme vom Stapel zu lassen", erklärte er.

Die G-20-Staaten verpflichteten sich in London ausdrücklich zur "Nachhaltigkeit" ihrer Finanz- und Geldpolitik mit dem Ziel, die Defizite auch schnell wieder abzubauen. Deutschland hatte im Vorfeld gemeinsam mit Frankreich gefordert, bei dem Gipfel nicht die Forderung nach Konjunkturprogrammen in den Vordergrund zu rücken.

   Webseiten: http://www.londonsummit.gov.uk 
http://www.g20.org
http://www.bundesregierung.de
http://www.bundesfinanzministerium.de


-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
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(END) Dow Jones Newswires

April 02, 2009 13:37 ET (17:37 GMT)

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Quelle: Dow Jones Deutschland


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Beitrag #1 von Traumstrand am 03.04.2009 01:02   ( 66 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 02.04.2009 22:13

Jetzt feiert Angela M. auch noch, daß Deutschland einen fetten Batzen Kohle in die Welt verteilen darf via IWF, wo die reaktionären Kräfte aus den USA das Sagen haben (black box Prinzip: Deutschland zahlt, hat aber nix mitzuentscheiden).

Was kostet diese Entscheidung Deutschland? Wie lange können sich die Staaten solche riesigen Beträge am Markt borgen, wer soll die Zinslast aufbringen, wenn Zinsen wieder steigen und wer schützt uns vor eine Superinflation als Folge dessen???


Beitrag #2 von LordofShares am 03.04.2009 17:23   ( 3.723 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von Traumstrand am 03.04.2009 01:02

Hmmm, also zumindest eine Frage kann ich Dir beantworten: Die Zinslast trägt (immer) der Steuerzahler, egal, wie hoch die Zinsen sind. So lange, bis es mal wieder eine Revolution gibt, oder sich der Staat für bankrott erklärt...


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Beitrag #3 von Marvin1992 am 03.04.2009 18:59   ( 3 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von Traumstrand am 03.04.2009 01:02

Ich bin sowieso der Meinung, dass das Schuldenmachen auf die Dauer nicht gut gehen wird. Die Staatsverschuldung der USA beispielsweise ist so immens hoch, dass ich mich wundere warum China weiterhin der USA so uneingeschränkt Geld leiht. (bzw. Staatsanleihen kauft) Aber Clinton war ja vor ein paar Wochen nicht grundlos auf "Bettelbesuch" in China.[wink]

Vor allem Obama gibt sehr viel aus für Konjunkturprogramme etc., wirft der mal einen Blick auf die Verschuldung.[keks]


Beitrag #4 von LordofShares am 03.04.2009 23:18   ( 3.723 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von Marvin1992 am 03.04.2009 18:59

Zitat Marvin1992: "warum China weiterhin der USA so uneingeschränkt Geld leiht"

Weil China das quasi tun "muss" (zumindest noch). China und die USA sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden: Die Amerikaner brauchen das Geld der Chinesen, um weiterhin über ihre Verhältnisse leben zu können, und China braucht die Amerikaner, die das ganze Zeug kaufen, das die Chinesen produzieren. Fallen die USA, fällt China also gleich mit...


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