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Thema: Amatech AG - Großangelegter Push (WKN 519280)

Thread-Nummer:
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Beitrag #0 von LordofShares am 10.03.2012 14:43   ( 3.750 Beiträge | Status: ok )
Amatech AG - Großangelegter Push (WKN 519280)

Gestern (09.03.2012) wurde auf "manager-magazin.de" ein Artikel über eine angeblich drohende Schadensersatzklage "in dreistelliger Millionenhöhe" gegen das Unternehmen Smartrac veröffentlicht:

"Amatech-Gründer will Schadensersatz von Smartrac"

Klagen will angeblich der Amatech-Gründer David Finn, und verklagt werden soll neben Smartrac auch der Insolvenzverwalter der Amatech AG, weil der die "Lizenzen für die Exklusivnutzung der RFID-Technologie" weit unter Wert an Smartrac verkauft haben soll. Insgesamt soll David Finn sage und schreibe 156 Mio. Euro fordern - nicht für sich selbst, sondern für die Amatech AG ! Er würde damit also sowohl die Gläubiger der Amatech AG als auch die Amatech-Aktionäre sehr glücklich machen...

Das klingt zu schön, um wahr zu sein, und in der Tat hat die Geschichte einige Unstimmigkeiten:

So wird in dem Artikel (bewusst?) verschwiegen, wie hoch die Forderungen der Amatech-Gläubiger sind, d.h. wieviel Geld nach deren vollständiger Befriedigung überhaupt noch verfügbar wäre. Außerdem stellt sich die Frage, warum von den Gläubigern keiner (!) geklagt hat, schließlich würden im Erfolgsfall an erster Stelle sie profitieren. Als unmittelbar am Insolvenzverfahren Beteiligte sind die Gläubiger auch viel näher am Geschehen und haben darüberhinaus ein umfangreiches Mitsprache- und Entscheidungsrecht bei allen wesentlichen Handlungen des Insolvenzverwalters (Stichwort: Gläubigerversammlung). Schon allein aufgrund dessen drängt sich der Verdacht auf, dass die angeblich drohende Schadensersatzklage wohl völlig haltlos ist...
[licht]

Stattdessen wird in dem Artikel behauptet, David Finn würde noch ca. 26% der Amatech-Aktien halten. Sollte das stimmen, hieße das jedoch, dass er ca. 74% der Amatech-Aktien nicht hält. Das bedeutet, dass ca. 74% des nach der Befriedigung der Gläubiger verbleibenden Erlöses nicht ihm, sondern den anderen Amatech-Aktionären zustehen würde. Haben wir es hier also mit einem ganz großen Aktionärsfreund, oder besser gesagt Zockerfreund (ein Großteil der Amatech-Aktien liegt in Zockerhänden) zu tun ? Wers glaubt, wird selig... [rolleyes]

In dem Artikel steht auch, David Finn könne "die Kosten für das Gerichtsverfahren nicht finanzieren", weshalb er einen Antrag auf Prozesskostenhilfe gestellt hat. Prozesskostenhilfe, weil er nicht genug Geld zum Verklagen hat ? Dafür aber 26% der Amatech-Aktien ? Deren Wert sich mittels eines großangelegten Pushs ganz einfach vervielfachen lässt ? Gehts eigentlich noch offensichtlicher ? [kopfschuettel]

Laut dem Artikel liegt also bisher "lediglich ein Klageentwurf vor", d.h. die Schadensersatzklage wurde noch garnicht erhoben. Da stellt sich doch sofort die Frage, warum über dieses "ungelegte Ei" eigentlich berichtet wird - und noch dazu in dieser Ausführlichkeit ? So fehlt in dem Artikel auch nicht der Hinweis darauf, dass die Amatech AG "trotz des laufenden Insolvenzverfahrens weiterhin an der Börse notiert ist", und sogar der (vor der Veröffentlichung des Artikels!) niedrige Kurs der Amatech-Aktien wird explizit genannt ! [eek]

Damit dürfte nun klar sein, wer die treibende Kraft hinter dem Artikel war, und was derjenige mit dessen Veröffentlichung bezwecken wollte. Und das ist auch trefflich gelungen: Unter sehr hohen Umsätzen (über 2,6 Mio. Stücke in Frankfurt) sprang der Kurs der Amatech-Aktien von ca. 3 Cent bis auf knapp 17 Cent hoch ! [eek]

Chart

Interessant dabei ist auch, dass es bereits an den Vortagen (seit dem 05.03.2012) erste auffällige Umsätze mit Amatech-Aktien gab. Da hat ganz offensichtlich jemand eingekauft, der bereits wusste, dass der Artikel in Kürze erscheinen würde ! Wer das wohl war ? [mad]

Zu guter Letzt ist auch ein Blick auf Smartrac aufschlussreich: Die Smartrac-Aktien sind ebenfalls börsennotiert (ISIN NL0000186633 | WKN A0JEHN), deren Kurs hat jedoch überhaupt nicht auf die Veröffentlichung des Artikels reagiert ! Dies ist ein weiteres klares Indiz dafür, dass die angeblich drohende Schadensersatzklage "in dreistelliger Millionenhöhe" wohl keinerlei Aussicht auf Erfolg hat und es einfach nur um das Pushen des Amatech-Aktienkurses ging...


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Beitrag #1 von LordofShares am 10.03.2012 16:03   ( 3.750 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 10.03.2012 14:43

Zusatz:

Natürlich profitieren nicht nur die Gläubiger von einem möglichst hohen Liquidationserlös, sondern insbesondere auch der Insolvenzverwalter selbst ! Dessen Vergütung hängt nämlich unmittelbar von der Höhe des Liquidationserlöses ab, je mehr, desto besser für ihn. Der Insolvenzverwalter selbst hat also ebenfalls größtes Interesse daran, die Werte des zu liquidierenden Unternehmens so teuer wie möglich zu verkaufen. Andernfalls würde er sich nur selbst schaden. D.h. auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint die angeblich drohende Schadensersatzklage völlig haltlos...


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