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Thema: Oleo e Gás Participações S.A. (BROGXPACNOR3)

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Beitrag #0 von aktiensammler am 28.12.2013 01:39   ( 1.572 Beiträge | Status: ok )
Oleo e Gás Participações S.A. (BROGXPACNOR3)

Die sich seit Oktober 2013 in einer Insolvenz befindliche brasilianische Ölgesellschaft Oleo e Gás Participações S.A. (vormals OGX Petróleo e Gás Participações S.A.) sitzt auf 5,8 Mrd. US-Dollar Schulden und braucht zum überleben noch mehr Kapital. Aber woher nehmen?

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Die Gläubiger der in Not geratenen Ölgesellschaft des brasilianischen Unternehmers Eike Batista stehen erneut vor einer schwierigen Wahl. Sie müssen entscheiden, ob sie trotz ausstehender Kredite über 5,8 Milliarden US-Dollar kurzfristig weiteres Geld zuschießen, um das Unternehmen bis ins kommende Jahr am Leben zu erhalten - wohl wissend, dass es auf längere Sicht noch viel mehr Geld brauchen wird, um die Investitionen aufrechtzuerhalten.

Oleo e Gás Participações - früher bekannt unter dem Namen OGX Petróleo e Gás Participações - hatte im Oktober Insolvenz angemeldet. Anfang der Woche hatte es sich mit einer Gruppe Großgläubiger auf ein vorläufiges Abkommen geeinigt, das seine Schulden vernichten würde. Im Gegenzug würden die Gläubiger Aktien des Unternehmens erhalten.

Nun teilte der Konzern jedoch auch mit, dass er weiteres Geld brauche, um die operativen Ausgaben im Jahr 2014 zu stemmen. Ohne frische Mittel sei ein Überleben fraglich. In der jüngsten Vereinbarung hatten die Gläubiger angedeutet, dass sie möglicherweise bereit sind, bis Ende Januar bis zu 215 Millionen Dollar zuzuschießen. Eine Verpflichtung gibt es aber nicht.

Es gebe keine festen Zusagen von Gläubigern für frisches Geld, sagt ein Insider, der mit den anhaltenden Gesprächen vertraut ist. Die Geldgeber versuchten vielmehr noch herauszufinden, ob Oleo e Gás überhaupt in der Lage sein werde, sich das nötige Kapital zu beschaffen, um ab 2015 seine Ölfelder entwickeln zu können. Insbesondere in den Jahren 2016 und 2017 stehen hohe Investitionen an. Kann es diese nicht selbst finanzieren, wird es strategische Partner brauchen.

Zu den aktivsten Anleihegläubigern während der Verhandlungen, die zu der vorläufigen Vereinbarung Anfang der Woche führten, zählte die Allianz-Tochter Pimco.
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Um die Überlebenschancen von Oleo e Gás wirklich abschätzen zu können, bräuchte man mehr Klarheit über die Produktionsquoten auf dem einzigen noch aktiven Ölfeld des Unternehmens, sagen Insider. Das Feld Tubarão Martelo vor der Küste von Rio de Janeiro wurde im Dezember in Betrieb genommen. Im März dürfte das Unternehmen eine bessere Vorstellung über die Fördermenge haben, heißt es.

Die Risiken sind hoch. Schließlich waren enttäuschende Produktionszahlen der zentrale Auslöser für den Niedergang des Unternehmens. Das erste aktive Ölfeld, Tubarão Azul, konnte die erwarteten Fördermengen nicht annähernd erfüllen und wurde im August geschlossen. Oleo e Gás versucht nun angeblich, eine Öl-Plattform zu geringeren Kosten zu mieten, um die Produktion auf dem Feld im kommenden Jahr wieder anzufahren.
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Quelle: n-tv.de


Der Chart in Sao Paulo, in Deutschland ist die Aktie nicht gelistet:

Chart
Provided by finanzen.net

Oleo e Gás Participações S.A. Registered Shares o.N.

Die ADR haben die ISIN US6708491088

Beitrag #1 von aktiensammler am 01.06.2014 22:44   ( 1.572 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Am 03.06.2014 steht die Entscheidung zur Resturukturierung an - und die Gläubiger verklagen die Deutsche Bank!

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Eike Batistas Geschäftspartner verklagen die Deutsche Bank. Eine Gruppe von Gläubigern des Ölkonzerns des brasilianischen Milliardärs hat beim höchsten Gericht im Bundesstaat New York eine Klage gegen das Geldhaus eingereicht. Dabei geht es um Anleihen im Wert von 3,6 Milliarden US-Dollar.

Zu den Klägern gehören Finanzunternehmen wie Capital Ventures International, GLG Partners, Brennus Asset Management und VR Global Partners. Sie alle halten Anleihen an Batistas Konzern Oleo and Gas Participacoes. Der Vorwurf: Sie seien schlechter behandelt worden als die Eigentümer größerer Anleihenpakete.

"Durch die Vertragsbrüche und ungleichmäßige Aufteilungen" würden die Eigentümer größerer Pakete von Unternehmensanleihen stark bevorzugt werden, erklärte die Anwaltskanzlei Brown Rudnick, welche die Klage für die Unternehmen eingereicht hat: So würden die großen Gläubiger Kredite 3,5 Mal so schnell zurückgezahlt bekommen wie die kleinen Schuldner.
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Am Dienstag steht die Abstimmung über die Restrukturierung des Unternehmens an.

Verschiedene große Kreditgeber haben zugesichert, dem Unternehmen 215 Millionen US-Dollar zu leihen. Manche von ihnen haben bereits die erste Tranche an den Ölkonzern ausgegeben. Diese großen Kreditgeber hätten für die Leihgabe bessere Bedingungen als sie selbst bekommen, sagen die kleinen Gläubiger.

Darum verlangen die Unternehmen, dass die Deutsche Bank gegen den Restrukturierungsplan des Ölkonzerns stimmt, sagt William Baldiga, ein Anwalt der Kanzlei Brown Rudnick, der die Kläger vertritt. Der Umbauplan solle so abgeändert werden, dass alle Gläubiger die Gelegenheit haben, zu gleichen Bedingungen in das Unternehmen zu investieren.

Der Restrukturierungsplan von Oleo e Gas sieht vor, dass Gläubiger des Konzerns insgesamt 5,8 Milliarden Dollar Schulden gegen Aktien umtauschen. Die Gläubiger, die teilnehmen, haben dann einen Mehrheitsanteil am Konzern. Eike Batistas Anteil sinkt von rund 50 Prozent auf rund 5 Prozent.

Quelle: n-tv.de

Der Resturukturierungsplan ist hier zu finden, das ganze wird ein "Debt-to-Equity-Swap".

Der Chart der Anleihe in Stuttgart:

Chart
Provided by finanzen.net

8,500% Oleo e Gás Participações S.A. Anleihe 2011 (01.06.2018) DL 1000,- USP7356YAA12

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