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Thema: PROKON Regenerative Energien GmbH (DE0007237679)

Thread-Nummer:
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Beitrag #0 von aktiensammler am 30.01.2014 17:37   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
PROKON Regenerative Energien GmbH (DE0007237679)

Der Windkraftanlagenbetreiber PROKON Regenerative Energien GmbH ist insolvent. Die ausgegebenen Namens-Genussrechte im Nennwert zu 0,01 Euro könnten also wertlos werden.

Infos zu den Genussrechten: http://www.prokon.net/prokon-genussrechte

Die Genussrechte sind zwar nicht notiert und auch nicht verbrieft, wegen der Grösse dieser Insolvenz mit gut 75.000 Anlegern und rund 1,4 Milliarden Euro eingeworbenen Genussrechtskapital ist dieser Thread jedoch hier richtig. Die Genussrechte 2003 (unbegrenzt) haben die ISIN DE0007237679, die späteren Ausgaben haben keine ISIN.

Bis zum 01.12.2009 hiess die Gesellschaft übrigens "Kroppenstedter Pflanzenöl GmbH".

...
Der Geschäftsbetrieb von Prokon werde im Insolvenzeröffnungsverfahren in vollem Umfang fortgeführt, teilte der Insolvenzverwalter weiter mit. Den Lieferanten und Kunden stünden die bisherigen Ansprechpartner im Unternehmen weiterhin zur Verfügung. Alle Entscheidungen der Geschäftsführung müssen aber ab sofort über Penzlins Tisch gehen und sind nur mit seiner Zustimmung wirksam.

Rückzahlungen von Genussscheinkapital oder Zinsen seien derzeit nicht möglich. Forderungen gegenüber dem Unternehmen könnten erst geltend gemacht werden, wenn das Insolvenzverfahren später eröffnet werde. Zunächst sei es seine Aufgabe, als Sachverständiger den Insolvenzgrund zu prüfen.
...
Die Zahlungsunfähigkeit hatte sich seit einigen Tagen abgezeichnet. Mit dem Versprechen von Top-Renditen auf ökologische Kapitalanlagen wie Windparks und Bioenergie hatte Prokon bei rimd 75.000 Anlegern mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt und in den vergangenen Jahren auch üppige Zinsen gezahlt: Es hatte mit einer festen Verzinsung von sechs Prozent geworben und bis zu acht Prozent Zinsen ausgezahlt.

Doch nachdem viele Anleger ihre Genussrechtszeichnungen kündigten, kam es zu Liquiditätsengpässen - das Unternehmen im schleswig-holsteinischen Itzehoe konnte die Investoren nicht auszahlen und warnte sie vor der Insolvenz, falls sie ihr Kapital abziehen.

Keinerlei Rück- oder Zinszahlungen

Bis Montagabend hatten rund die Hälfte der Anleger Prokon mehr Zeit für eine Restrukturierung eingeräumt. Laut Unternehmensangaben sprachen sich 40.236 der mehr als 75.000 Inhaber von Genussrechten dafür aus, nicht vor dem 31. Oktober zu kündigen. Das entsprach rund 53 Prozent des Anlagekapitals. Prokon brauchte aber für mindestens 95 Prozent des Anlagekapitals in Höhe von 1,4 Milliarden Euro eine Garantie, um eine Insolvenz abzuwenden.

Als Eigenkapitalgeber müssen sich die Anleger in der Insolvenz nun hinten anstellen und dürften einen großen Teil ihres Einsatzes verlieren. Davor schützt sie auch eine Kündigung nicht.
...
Rodbertus hatte Prokon 1995 gegründet. Das Unternehmen mit mehr als 1300 Mitarbeitern betreibt nach eigenen Angaben gut 50 Windparks mit 314 installierten Windkraftanlagen in Deutschland und Polen. Weitere seien im Bau. Zum Konzern gehört auch ein Biodiesel-Hersteller in Magdeburg. Zudem finanziert Prokon ein Sägewerk in Torgau, das Holzpaletten herstellt.

Quelle: n-tv.de

Beitrag #1 von aktiensammler am 30.01.2014 17:44   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Und schon kommen die ersten "Schnäppchenjäger", auch der Investor Frank Scheunert ist dabei!

Beim angeschlagenen Windanlagenfinanzierer Prokon bringen sich Schnäppchenjäger in Stellung. Der Hamburger Solarpark- und Windkraftbetreiber Capital Stage hat Interesse an einem Kauf von Prokon-Anlagen. "Die Übernahme von Bestandsparks gehört zu unserem Geschäft", sagte ein Sprecher. Man wolle abwarten, bis das Insolvenzverfahren eröffnet sei und dann Kontakt zum Verwalter aufnehmen. Auch der niederländische Hedgefonds Exchange Investors hat ein Auge auf Prokon geworfen und erklärte, er wolle Prokon-Anlegern Genussscheine abkaufen.

Dessen Vorstand Frank Scheunert, der den Fonds von Dubai aus verwaltet, kündigte an: "In etwa zwei Wochen wollen wir ein konkretes Angebot vorlegen." Viel werde er für die Genussrechte aber nicht offerieren. Exchange Investors werde wohl zunächst für die bereits gekündigten Genussrechte bieten. Da es für Genussrechte keine Börsenkurse gebe, bereiteten Broker wie Nicolaus Stifel den Handel der Genussrechte vor.
...
75.000 Anleger hatten in der Hoffnung auf hohe Renditen Prokon insgesamt 1,4 Milliarden Euro an Genussrechtskapital zur Verfügung gestellt und zittern nun nach der Insolvenz um ihr Geld. Denn Halter von Genussscheinen müssen sich in der Insolvenz hinter anderen Gläubigern anstellen. Den Kleinanlegern könnten nun die Hedgefonds gegenübertreten. Sie müssen überlegen, ob sie bei einem Verkauf wenigstens etwas Geld mitnehmen oder auf die weiter unsichere Rettung des Unternehmens hoffen - und bei einem Scheitern einen vielleicht noch höheren Verlust riskieren.
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Nach Firmenangaben von Ende vergangener Woche hatten Anleger rund 227 Millionen Euro zurückgefordert.

Quelle: n-tv.de

Beitrag #2 von aktiensammler am 30.01.2014 17:50   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Prokon investierte auch in rumänischen Wald, der macht nun auch Probleme.

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Dem angeschlagenen Windanlagenfinanzierer Prokon steht offenbar neuer ärger ins Haus. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, könnte das Unternehmen 80 Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Wald-Kauf in Rumänien verlieren.

Vor einem Jahr sollen sich laut dem Bericht Prokon-Chef Carsten Rodbertus und ein Partner verpflichtet haben, in Rumänien 43.000 Hektar Wald zu kaufen. Die der Zeitung vorliegende Vereinbarung sei jedoch nicht umgesetzt worden. Der Deal umfasse rund 140 Millionen Euro].

Doch unter anderem habe die staatliche Forstbehörde Ansprüche auf die Gebiete geltend gemacht und in einem ersten Verfahren vor Gericht auch Recht bekommen. In weiteren Käufen soll Prokon aber eigenen Angaben zufolge bereits [rot]Waldflächen für 80 Millionen Dollar erworben haben.[/rot

Darüber hinaus hätten zwei Vermittler des Geschäfts angekündigt, vor Gericht angeblich nicht gezahlte Provisionen in Höhe von zwei Millionen Euro einklagen zu wollen.
...

Quelle: n-tv.de

Beitrag #3 von aktiensammler am 30.11.2014 02:52   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Unternehmensgründer Carsten Rodbertus wurde gefeuert und zieht sich somit komplett aus Prokon zurück.

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Der "Öko-Pionier", der 75.000 Anleger dazu brachte, 1,4 Milliarden Euro in Genussrechte der Firma zu investierten, zieht sich als Gesellschafter und Geschäftsführer zurück. Zudem darf er "künftig in keiner Form mehr in Sachen Prokon tätig werden oder öffentliche Erklärungen abgeben", teilte Penzlin mit. Diese Verpflichtungen seien durch hohe Vertragsstrafen abgesichert.
...
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit für eine Sanierung war aus Sicht Penzlins nicht mehr gegeben: Rodbertus hatte hinter dessen Rücken Pläne für eine Genossenschaft geschmiedet, in die die Prokon-Anteile übertragen werden sollten.
...
Um Ansprüche durchzusetzen, hätte Penzlin vor Gericht ziehen müssen, was "die Insolvenzmasse mit erheblichen Kosten belastet" hätte. Das wäre mit seiner Aufgabe der bestmöglichen Vermögensbetreuung nicht zu vereinbaren, teilte der Verwalter mit. Offen ist noch, ob sich Rodbertus vor Gericht verantworten muss. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt unter anderem wegen Insolvenzverschleppung gegen ihn.
...
Die drei Bereiche Bestandswindparks, neue Projekte und Endkundenversorgung werden restrukturiert. Weitere Bereiche - darunter ein Biodieselwerk in Magdeburg sowie Wälder in Rumänien - sollen verkauft werden. Den Abschluss der Sanierung peilt Penzlin im ersten Halbjahr 2015 an.

Quelle: n-tv.de

Das mit der Genossenschaft ist aber so nicht ganz richtig, er hatte nämlich die bereits bestehende Vorratsgesellschaft Vorrati 34 AG gekauft (AG Göttingen HRB 3846) in PROKON für eine lebenswerte Zukunft AG umbenannt und den Sitz nach Hohenaspe verlegen lassen (AG Pinneberg, HRB 11353 PI). Statt Genussscheine also Aktien, dazu kommt es nun wohl nicht mehr.

Beitrag #4 von aktiensammler am 30.11.2014 02:57   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die Gläubiger sollen zunächst auf gut 50% der Forderungen verzichten - eine börsennotierte Anleihe ist geplant!

...
Die Anleger der insolventen Windenergie-Firma Prokon müssen nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" damit rechnen, rund die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Das gehe aus einem Schreiben des Insolvenzverwalters Dietmar Penzlin an die rund 75.000 Investoren hervor, berichtete das Blatt. Penzlin selbst war zunächst nicht zu erreichen.
...
Nach seinen früheren Angaben werden die Anleger 40 bis 70 Prozent ihres Kapitals von etwa 1,4 Milliarden Euro verlieren. Penzlin wolle Prokon über ein Insolvenzplanverfahren sanieren, berichtete die "Wirtschaftswoche". Dazu sollten die Gläubiger in einem ersten Schritt einem "Teilverzicht im Bereich von 50 Prozent" ihrer Forderung zustimmen. Anschließend sei die Ausgabe einer börsennotierten "langlaufenden festverzinslichen Anleihe" geplant, die etwa 30 Prozent der offenen Forderungen abdecken solle. Wie der Rest der Ansprüche beglichen werden kann, solle eine Umfrage unter den Gläubigern zeigen.

Quelle: n-tv.de

Beitrag #5 von aktiensammler am 24.05.2015 14:00   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Der Insolvenzverwalter stellt die Genussschein-Inhaber vor die Wahl. Genossenschaft + 3,5%-Anleihe oder Verkauf an EnBW.

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Der Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin präsentierte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz die beiden Insolvenz-Pläne. Der erste Plan sieht den Verkauf an den Energieversorger EnBW für 500 Millionen Euro vor. Das Geld soll bar an die Gläubiger und die Inhaber von Genussscheinen fließen.

Der zweite Plan ist das Genossenschafts-Modell. Prokon soll in eine Genossenschaft umgewandelt werden. Dabei sollten nach den Vorstellungen des Insolvenzverwalters Penzlin möglichst viele der rund 75.000 geschädigten Genussrechts-Inhaber auf eine Barauszahlung ihrer Ansprüche verzichten – und das Geld in die Genossenschaft einbringen. Die Genussrechts-Inhaber würden darüber hinaus eine 15 Jahre lang laufende mit 3,5 Prozent verzinste Anleihe erhalten. Es würde schon reichen, wenn 30.000 der Genussrechts-Inhaber zu Mitgliedern der Genossenschaft würden, sagte Penzlin.
Gläubiger haben die Wahl

Bei beiden Plänen würden die Prokon-Anleger einen Teil ihres investierten Gelds verlieren. Penzlin sprach von 50 bis 60 Prozent der Forderungen, die erstattet werden würden. Anfang Juli sollen die rund 100.000 Gläubiger von Prokon über die beiden Insolvenzpläne entscheiden.
...

Quelle: boerse.ard.de

EnBW bietet den Prokon-Gläubigern 550 Millionen Euro in bar. Quelle: n-tv.de

Beitrag #6 von aktiensammler am 13.07.2015 17:32   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die Gläubiger haben entschieden: Prokon wird eine Genossenschaft.

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Die Anleger stimmten bei der Gläubigerversammlung mehrheitlich dafür, Prokon als Genossenschaft fortzuführen, wie EnBW mitteilte. Die Gläubiger bleiben damit unternehmerisch an dem Windparkentwickler beteiligt. Sie erhalten geschätzt 57,8 Prozent ihrer Forderungen zurück - allerdings zum großen Teil in Form von Genossenschaftsanteilen und einer Anleihe.
...
Prokon betreibt derzeit 54 Windparks in Deutschland und Polen mit einer installierten Leistung von rund 530 Megawatt. Weitere Projekte mit einer Gesamtkapazität von 4.200 Megawatt sind in Planung.
...

Quelle: n-tv.de

Beitrag #7 von aktiensammler am 08.02.2016 18:07   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Formwechselnde Umwandlung

Die formwechselnde Umwandlung der GmbH in eine Genossenschaft wurde am 24.07.2015 vollzogen.

Amtsgericht Pinneberg, HRB 8556 PI

Veränderungen 24.07.2015

HRB 8556 PI: PROKON Regenerative Energien GmbH, Itzehoe, Kirchhoffstraße 3, 25524 Itzehoe.
Die Gesellschaft wurde nach Maßgabe des Insolvenzplans, der durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Itzehoe - Insolvenzgericht - vom 03.07.2015 bestätigt wurde, formwechselnd in die gleichzeitig eingetragene Genossenschaft PROKON Regnerative Energien eG mit Sitz in Itzehoe (Amtsgericht Pinneberg, GnR 142 PI), umgewandelt.

Die Firma ist erloschen.

Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Den Gläubigern ist, wenn sie binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem die Eintragung der Umwandlung als bekannt gemacht gilt, ihren Anspruch nach Grund und Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können. Dieses Recht steht den Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie glaubhaft machen, dass durch die Umwandlung die Erfüllung ihrer Forderung gefährdet wird. Das Recht, Sicherheitsleistung zu verlangen, steht Gläubigern nicht zu, die im Falle der Insolvenz ein Recht auf vorzugsweise Befriedigung aus einer Deckungsmasse haben, die nach gesetzlicher Vorschrift zu ihrem Schutz errichtet und staatlich überwacht ist.

Quelle: unternehmensregister.de

Amtsgericht Pinneberg, GnR 142 PI

Neueintragungen 24.07.2015

GnR 142 PI: PROKON Regenerative Energien eG, Itzehoe (Kirchhoffstraße 3, 25524 Itzehoe).

Gegenstand der Firma:
a) Beschaffung von Energieleistungen für die Mitglieder

b) die Planung, die Finanzierung, der Erwerb, die Errichtung, der Betrieb und die Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland aber auch im europäischen Ausland;

c) der Handel mit Strom, einschließlich des nach lit.b) gewonnenen Stroms;

d) die Unterstützung und Beratung in Fragen der regenerativen Energiegewinnung einschließlich einer Information von Mitgliedern und Dritten sowie einer Öffentllichkeitsarbeit,

d) die sonstige Förderung regenerativer Energien.

Vertretungregelung: Jedes Vorstandsmitglied vertritt die Genossenschaft gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Die Befugnis, Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen(§ 181 Alt.2 BGB) kann erteilt werden.

Vorstand: 1. Knaup, Andreas, *23.12.1963, Berlin; mit der Befugnis Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen; Vorstand: 2. Peppmeier, Kai, *14.09.1965, Drensteinfurt; mit der Befugnis Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen;

Rechtsform: Eingetragene Genossenschaft; Die Satzung ist errichtet am 02.07.2015; 03.07.2015.

Rechtsverhaeltnis: Die Gesellschaft ist auf Grund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgelöst.;

Die Gesellschaft wird nach Maßgabe des Insolvenzplanes, der durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Itzehoe- Insolvenzgericht- vom 03.07.2015 (AZ: 28 IE 1/14) bestätigt wurde, fortgesetzt.

Quelle: unternehmensregister.de

Gliederung zum besseren lesen durch mich. Der zweite Punkt d) unter "Gegenstand der Firma" müsste eigentlich Punkt e) sein, hier hat das Registergericht einen Fehler gemacht.

Beitrag #8 von aktiensammler am 08.02.2016 18:18   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

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Fast zwei Jahre nach dem Insolvenzantrag des Windparkbetreibers Prokon haben die Gläubiger des Unternehmens nach Informationen der "Wirtschaftswoche" erstmals Geld erhalten.

Demnach hat Prokon-Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin in den vergangenen Tagen mehr als 20 Millionen Euro an rund 25.000 Kleinanleger sowie Arbeitnehmer und Lieferanten ausgezahlt. Ihnen wurden damit 34,5 Prozent ihrer Forderungen beglichen. Die Insolvenzverwaltung habe die Zahlen auf Anfrage bestätigt.
...

Quelle: n-tv.de

Die im Posting 3 erwähnte "PROKON für eine lebenswerte Zukunft AG" wurde am 30.06.2015 wegen Vermögenslosigkeit auf Grund des § 394 FamFG von Amts wegen gelöscht.

Beitrag #9 von aktiensammler am 16.04.2016 14:49   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Zahlen für das Q 4 / 2015

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In den fünf Monaten von August bis Dezember des vergangenen Jahres habe die Genossenschaft in Deutschland knapp 39 Millionen Euro umgesetzt und einen Vorsteuergewinn von 1,6 Millionen Euro erzielt, teilte Prokon mit.

Für das laufende Jahr erwartet die Genossenschaft mit Sitz in Itzehoe einen Umsatz von 105 bis 115 Millionen Euro und ein positives Vorsteuerergebnis. Prokon firmiert offiziell als "Prokon Regenerative Energie eG". Die neue Prokon ist in drei Geschäftsfeldern tätig: Im Betrieb bestehender Anlagen, in der Projektierung neuer Windparks sowie im Stromhandel.
...
Aktuell zählt Prokon 38.000 Mitglieder, betreibt 55 kleinere Windparks mit 328 Windkraftwerken und beliefert rund 34.000 Endkunden mit Strom.
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Quelle: n-tv.de

Die weiter oben erwähnte Anleihe im Gesamtvolumen von 500.000.000 Euro soll Mitte 2016 auf den Markt kommen.

Beitrag #10 von aktiensammler am 04.09.2016 22:47   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Anleihe

Die angekündigte Anleihe wurde am 13.07.2016 in Hamburg gelistet.

Chart
Provided by finanzen.net

3,50 % PROKON Regenerative Energien eG Anleihe 2016 (25.06.2030) EO 10,- DE000A2AASM1

Zinszahlung erstmals am 12.10.2016, danach am 25.06. Die Anleihe wird ab 25.6.2017 ratierlich getilgt (Reduzierung Nennwert) bis längstens 25.6.2030 - Zinslauf ab 01.08.2015 laut Insolvenzplan!

Beitrag #11 von aktiensammler am 04.09.2016 23:42   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die rumänischen Wälder wurden verkauft.

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Gläubiger des nach einer Insolvenz neu aufgestellten Windparkbetreibers Prokon können mit einer weiteren Rückzahlung rechnen. Durch Veräußerung von zwei rumänischen Wäldern an einen Großinvestor stünden mindestens 50 Millionen Euro zur Verfügung, die voraussichtlich ab Dezember ausgezahlt würden, erklärte die Prokon-Abwicklungsgesellschaft in Hamburg.

In den Genuss der Zahlung kommen demnach jene Gläubiger, die ihre Forderungen nicht in Mitgliedsanteile der nach der Pleite neu gegründeten Prokon-Genossenschaft getauscht haben. Nach Angaben der Abwicklungsgesellschaft handelt es sich dabei um etwa 56.000 Menschen.
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Derzeit betreibt das Unternehmen 57 kleinere Windpark in Deutschland und Polen. Darüber hinaus verkauft das Unternehmen Strom. Es versorgt mehr als 30.000 Endkunden. Für das Kalenderjahr 2015 meldete Prokon im Geschäftsbereich Windenergie einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von rund 66 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

Beitrag #12 von aktiensammler am 12.11.2016 14:59   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Zahlen für das Q 2 / 2016

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Die Euler Hermes Rating GmbH bewertet die von der PROKON Regenerative Energien eG ("PROKON") im Juni 2016 begebene besicherte Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit bis zum Jahr 2030 mit "BBB-".

Im Rahmen eines Emittentenratings der PROKON kommt Euler Hermes zu der Bewertung "BB".

PROKON wird heute ihren Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2016 auf ihrer Homepage (www.prokon.net) veröffentlichen. Trotz eines Konzernfehlbetrages für das erste Halbjahr in Höhe von rund 14,7 Mio. EUR wird für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin ein leicht positives Konzernergebnis vor Steuern angestrebt.
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Quelle: dgap.de

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Die PROKON Regenerative Energien eG wird ihre bisherige Prognose eines leicht positiven Konzernergebnisses vor Steuern voraussichtlich nicht erfüllen.

Grund hierfür sind im Wesentlichen Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen im polnischen Markt. Ferner wird die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung durch unterdurchschnittliche Winderträge in Deutschland und Polen negativ beeinflusst.

Aus diesen Gründen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 nunmehr ein negatives Konzernergebnis in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags. Die genaue Höhe der vorzunehmenden Abwertungen hängt von den weiteren politischen Entwicklungen der kommenden Wochen und Monate ab.
...

Quelle: dgap.de

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