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Thema: Hypo Real Estate - die Schließung droht

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Beitrag #0 von LordofShares am 06.05.2009 15:54   ( 3.792 Beiträge | Status: ok )
Hypo Real Estate - die Schließung droht

Im letzten, ebenfalls sehr interessanten Beitrag der gestrigen Plusminus-Sendung wurde die aktuelle Situation der Hypo Real Estate behandelt. Deren Zustand ist inzwischen so desolat, dass die Bank laut geltenden Gesetzen eigentlich sofort geschlossen werden müsste...

Hypo Real Estate: Vor der Insolvenz?

Sendeanstalt und Sendedatum: BR, Dienstag, 5. Mai 2009 im Ersten

Schlechte Nachrichten aus der Unsöldstraße, dem Firmensitz des schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate in München. Heute meldet die Bank erneut hohe Verluste: 406 Millionen Euro im ersten Quartal. Das Problem: Jetzt hat die Bank eigentlich zu wenig Eigenkapital, um weiter Geschäfte zu betreiben.

Denn das Gesetz für Kreditwesen, kurz KWG, schreibt eine sogenannte Kernkapitalquote vor, von mindestens 4 Prozent. Jetzt wurde bekannt: Die HRE weist aber nur eine Quote von 3,5 Prozent aus. Für Finanzmarktexperten wie Professor Christoph Kaserer eine Nachricht mit Sprengkraft.

"HRE hat jetzt die Katze aus dem Sack gelassen. Man hat die gesetzlich vorgeschriebene Kernkapitalquote von mindestens vier Prozent unterschritten, und das schon per Ende des Jahres 2008. Das ist aus meiner Sicht äußerst verwunderlich, dass das Aufsichtsamt nicht bereits reagiert hat." Droht jetzt ein Moratorium, sprich: Die Vorstufe der Pleite?

Rückblick: Berlin, 16. März. Jochen Sanio, Präsident der Bankenaufsicht BAFIN, spricht zur dramatischen Lage bei der HRE vor dem Finanzausschuss des Bundestages. Der FDP Bundestagsabgeordnete Volker Wissing war dabei: Er erinnert sich an die unmissverständlichen Ausführungen der Bankenaufsicht: "Herr Sanio sagte, dass bei einer Kernkapitalquote unter 4 Prozent kein Ermessen mehr bestehe. Und die BAFIN sofort in ein Moratorium übergehen müsse, er sagte die HRE sei damit in der Vorinsolvenz."

Präsident Jochen Sanio zum Fall einer Unterschreitung der Quote damals wörtlich, Zitat: "Das wäre dann ... die Stunde der BAFIN, die Minute der BAFIN; denn dann wird es zeitlich eng. ... das Ermessen schrumpft auf Null, § 46 a KWG greift, und der ist mit dem Wort Moratorium überschrieben." Im Klartext: Die BAFIN hätte die Bank spätestens heute, mit Bekanntgabe der neuen Zahlen, schließen müssen.

Plusminus fragt bei der Bankenaufsicht BAFIN nach. Gilt das Wort von Präsident Jochen Sanio noch? Bis zur Sendung war das Amt zu keiner Stellungnahme bereit. Fakt ist: Nur mit gigantischen Finanzspritzen konnte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die drohende Pleite bisher abwenden. Doch genau deshalb droht jetzt weiteres Unheil, aus Brüssel.

Denn die Genehmigung für die Bürgschaften des Bundes hat Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an strenge Voraussetzungen geknüpft. Am 12.12.2008 übermittelt sie der Bundesregierung schriftlich die Bedingungen für Garantien und Bürgschaften. Darin heißt es: "Die deutschen Behörden sichern zu, dass nur Kreditinstitute mit einer Kernkapitalquote von 7 Prozent eine Garantie- und Risikoübernahme ... in Anspruch nehmen können."

Hätten die staatlichen Milliarden-Garantien an die HRE also nicht erfolgen dürfen? Die Voraussetzungen dafür hat die Bank bis heute nicht erfüllt. Auf jeden Fall droht eine Prüfung aus Brüssel, meint der Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Finanzausschusses Gerhard Schick von Bündnis 90/Die Grünen: "Wir sind in einer Zwickmühle in die uns Finanzminister Steinbrück hinein manövriert hat. Auf der einen Seite die Vorgaben der Europäischen Kommission und auf der anderen die Vorgaben, die wir aus Deutschland haben. Und die Blockade von Flowers und anderen Aktionären, die nicht bereit sind, das schon sehr großzügige Angebot anzunehmen. Und in diese Situation sind wir gekommen, weil Finanzminister Steinbrück sich bisher geweigert die Kontrolle bei den Banken, die gerettet werden auch wirklich zu übernehmen."

Sollte es Peer Steinbrück nicht gelingen, schnell die Mehrheit der HRE-Aktien zu erlangen und droht ein langwieriger Rechtsstreit mit Großaktionär Flowers, dann könnte es zum Schlimmsten kommen, fürchtet Christoph Kasere: "Die gefährliche Situation, in die man sich hier hinein manövriert hat, besteht darin, dass man unter Umständen gezwungen sein wird, bevor Enteignungsmaßnahmen oder andere Maßnahmen greifen, eine Insolvenz anzumelden und das hätte verheerende Auswirkungen auf die Kapitalmärkte."

Fazit: Ganz egal, wie der Fall HRE ausgeht, Gesetze scheinen für diese Bank nicht mehr zu gelten. Nur für die Bürger, und die müssen am Ende alles bezahlen.

Bericht: Arndt Wittenberg/Sabina Wolf

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 05.05.2009. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Quelle: Plusminus


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Beitrag #1 von LordofShares am 13.10.2009 19:47   ( 3.792 Beiträge | Status: ok )
Squeeze-Out vollzogen

13.10.2009 | 15:20

Hypo Real Estate Holding AG: Übertragung der Aktien der HRE-Minderheitsaktionäre wirksam; Amtsgericht trägt Übertragungsbeschluss in Handelsregister ein

Hypo Real Estate Holding AG / Squeeze-Out

13.10.2009

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------

Hypo Real Estate Holding AG: Übertragung der Aktien der
HRE-Minderheitsaktionäre wirksam; Amtsgericht trägt Übertragungsbeschluss
in Handelsregister ein

München, 13.10.2009 -Hypo Real Estate Holding AG: Das Amtsgericht München
hat am 13. Oktober 2009 den Übertragungsbeschluss zum Ausschluss der
Minderheitsaktionäre der Hypo Real Estate Holding AG in das Handelsregister
eingetragen. Damit ist die Übertragung der Aktien an den
Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin wirksam geworden, der nunmehr zu
100% Eigentümer der Hypo Real Estate Holding AG ist. Die Hauptversammlung
der Hypo Real Estate Holding AG hatte am Montag, den 5. Oktober 2009, den
Ausschluss der Minderheitsaktionäre beschlossen.

Mit dem Übergang der Aktien entsteht der Anspruch der Minderheitsaktionäre
gegen den SoFFin auf Barabfindung, die der SoFFin in Höhe von 1,30 Euro pro
Stückaktie festgelegt hat. Details zur Abwicklung und Auszahlung der
Barabfindung wird der SoFFin zeitnah bekanntgeben.

Die Aktien der Hypo Real Estate Holding AG bleiben grundsätzlich bis zu
einem Widerruf der Zulassung durch die Deutsche Börse handelbar; über eine
Aussetzung des Handels bis zum Widerruf der Zulassung entscheidet die
Deutsche Börse. Die Aktienurkunde verbrieft nunmehr den
Barabfindungsanspruch von 1,30 Euro.





Kontakt:
Reiner Barthuber +49-89-203007-201




13.10.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

---------------------------------------------------------------------------

Sprache: Deutsch
Unternehmen: Hypo Real Estate Holding AG
Unsöldstraße 2
80538 München
Deutschland
Telefon: +49 (0)89 203 007-780
Fax: +49 (0)89 203 007-772
E-Mail: ir@hyporealestate.com
Internet: http://www.hyporealestate.com
ISIN: DE0008027707, DE000A0XFS34, DE000A0Z1JJ5
WKN: 802770, A0XFS3, A0Z 1JJ
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr
in Berlin, Düsseldorf, München, Hannover, Stuttgart, Hamburg;
Terminbörse EUREX

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

---------------------------------------------------------------------------

Quelle: DGAP

Der Börsenhandel mit den HRE-Aktien wurde kurz darauf ebenfalls eingestellt...


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Beitrag #2 von aktiensammler am 03.10.2013 16:07   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die Bank verklagt ihre ehemal. Manager auf Schadenersatz!

Die früheren Vorstände der vom Staat von der Pleite bewahrten Hypo Real Estate (HRE) sollen der Bank Schadensersatz leisten. Insgesamt fordert das Geldinstitut 220,5 Millionen Euro, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Allerdings gehe es dabei nicht um etwaige Vorwürfe wegen des Zusammenbruchs der Bank im September 2008, sondern um einzelne Kredite. Diese hätten aus Sicht der Bank so nicht vergeben werden dürfen.

Wie es weiter hieß, verlangt eine Tochterfirma der HRE in einer beim Landgericht München erhobenen Klage vom ehemaligen Vorstandschef Georg Funke und zwei weiteren Ex-Vorstandsmitgliedern 52 Millionen Euro. In einer weiteren Klage gegen die beiden Vorstandsmitglieder - nicht aber gegen Funke - fordere die Bank 168,5 Millionen Euro. Beide Schriftstücke seien am 24. Oktober 2012 eingereicht worden.
...
Die Manager-Haftpflichtversicherung der HRE beläuft sich dem Bericht zufolge auf 150 Millionen Euro. Mit den beiden Klagen kann die HRE versuchen, diese 150 Millionen Euro bei den Versicherern geltend zu machen.

Der frühere Bankchef Funke hatte nach dem Kollaps der HRE mehrfach jede Schuld bestritten. Nun habe er offenbar über seine Anwälte bei Gericht auch der Schadensersatzklage widersprochen. Die HRE-Gruppe kann laut der Zeitung nun bis 10. Dezember auf die Entgegnungen der drei beklagten Ex-Vorstandsmitglieder zu erwidern. Sollte es keine Einigung geben, könnte ein Prozess im kommenden Jahr beginnen.

Quelle: n-tv.de

Ob man sich womöglich aussergerichtlich einigt? Abwarten.

Beitrag #3 von aktiensammler am 04.02.2014 04:20   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Klage

Die ehemal. Aktionäre der Hypo Real Estate Holding AG klagen auf Schadenersatz vor dem Oberlandesgericht München (Az. Kap 3/10)!

...
Die Hypo Real Estate (HRE) hat nach der bisherigen Einschätzung des Oberlandesgericht München ihre Anleger zu spät über die Folgen der Finanzkrise für die Bank informiert. In einem Hinweis sagte der Vorsitzende Richter Guido Kotschy, die Bank habe in einer Pressemitteilung im August 2007 betont, keine negativen Auswirkungen durch die Krise zu befürchten. Dies aber hätte korrigiert werden müssen, nachdem der Bank der Ernst der Lage klar geworden sei. Die Pflichtmitteilung vom 15. Januar 2008 sei dafür wohl zu spät gekommen.

Die Pressemitteilung sei "wesentlich zu optimistisch" gewesen, sagte Kotschy. Diese Veröffentlichung werde von großer Bedeutung für den Prozess sein. "Dass diese Mitteilung vom 3.8. 2007 sehr positiv war, dass diese Ansage zu positiv war, das die dahinterstehende Einschätzung sich als unzutreffend erwiesen hat und dass eine Korrektur der Veröffentlichung notwendig war, das ist unsere vorläufige Einschätzung", erläuterte der Vorsitzende Richter. "Wir sehen das ganz deutlich, dass man spätestens im November hätte tätig werden müssen mit dem Quartalsbericht."
Bank-Chef wird vernommen

Das Gericht verhandelt in einem Musterprozess über Schadenersatz-Forderungen ehemaliger Aktionäre der nach der Rettung durch den Bund verstaatlichten Bank. Genauere Informationen erhofft sich Kotschy aus der Vernehmung des damaligen HRE-Chefs Georg Funke am Donnerstag. Er war nach dem HRE-Desaster von München nach Mallorca gezogen und handelt dort mit Ferienimmobilien.

Ehemalige Aktionäre der verstaatlichten Immobilienbank werfen dem Unternehmen vor, viel zu spät auf die Belastungen durch die Finanzkrise hingewiesen zu haben. Das Gericht hat die Flut der Klagen in einem Musterprozess vor dem Oberlandesgericht München gebündelt, um zentrale Fragen der Beweisaufnahme damit für alle Verfahren klären zu können.

Die Anwälte der HRE und des ebenfalls verklagten früheren Vorstandschefs Georg Funke wiesen die Vorwürfe zurück. Die Bank habe alle wesentlichen Tatsachen mitgeteilt, unter anderem in ihrem Quartalsbericht und einer Analystenkonferenz im November 2007. Sie habe sich dabei lediglich auf belastbare Fakten beschränkt, da man den Kapitalmarkt nicht mit vagen Informationen habe verunsichern wollen.

Sollte die HRE den Prozess verlieren, kommen auf die deutschen Steuerzahler weitere Belastungen zu. Dem Bund, der Funke im Jahr 2008 aus dem Amt drängte, fällt nun Rolle zu, die Informationspolitik des früheren HRE-Chefs zu verteidigen.
...

Quelle: n-tv.de

Das Spruchverfahren gegen den Squeeze-out vom 05.10.2009 läuft vor der Kammer für Handelssachen des Landgerichts München I (Az. 5 HK O 18800/09).

Beitrag #4 von aktiensammler am 20.05.2014 16:04   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die HRE-Tochter "Depfa Bank plc" (ISIN IE0072559994) wird nun doch nicht verkauft sondern abgewickelt. Sie wurde im Juli 2007 von der HRE übernommen, die Aktionäre bekamen je Aktie 0,189 HRE-Aktien sowie € 6,80 in bar.

...
Der deutsch-irische Staatsfinanzierer Depfa wird abgewickelt und nicht wie bisher geplant verkauft. Diese Entscheidung habe der Lenkungsausschuss des staatlichen Rettungsfonds SoFFin getroffen, teilte das Finanzministerium mit. Eine Abwicklung der HRE-Tochter über die FMS Wertmanagement verspreche für den Steuerzahler ein besseres Ergebnis als ein Verkauf. Die FMS Wertmanagement wickelt als Bad Bank bereits große Teile der Portfolien der in der Finanzkrise kollabierten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) ab.
...
Die vom Staat gerettete HRE hatte Gebote einer Reihe von Bietern für die Depfa erhalten und mit einigen davon Verhandlungen geführt. Es war bereits durchgesickert, dass eine Transaktion kurz bevorsteht und mit rund 300 Millionen Euro bewertet werden könnte. Als mögliche Käufer wurden von einer informierten Person der Investor Third Point und eine Gruppe um den Finanzinvestor Mead Park Management genannt.

Gebote für Depfa zu niedrig

Doch nun kommt es anders: Das Finanzministerium lobte die FMS Wertmanagement als "eine erfahrene Einrichtung mit der notwendigen Kompetenz, um eine solche Aufgabe zu bewältigen. Die Bad Bank der HRE hatte bereits große Teile der Portfolien der Hypo Real Estate abgewickelt, zu der auch die Depfa gehört.
...

Quelle: n-tv.de

Beitrag #5 von aktiensammler am 20.10.2014 23:40   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Anklage gegen Ex-HRE Vorstand Georg Funke!

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den früheren Vorstandschef der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, und sieben weitere ehemalige Vorstände Anklage erhoben. Wegen unrichtiger Darstellung in der Konzernbilanz 2007 und der Halbjahresbilanz Mitte 2008 soll ihnen der Prozess gemacht werden, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.

Einem ehemaligen HRE-Finanzvorstand wirft sie auch Marktmanipulation bei einer Investorenkonferenz vor. Dagegen stellte sie die Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue beim Erwerb der irischen Depfa-Bank sowie falscher Ad-hoc-Mitteilungen im Januar und September 2008 ein.

Funke war im Oktober 2008 als Vorstandschef zurückgetreten, nachdem die HRE fast zusammengebrochen war und mit Steuergeldern in Milliardenhöhe gerettet werden musste. Die Bank wurde dann vom Bund verstaatlicht. Nach seinem Abgang bei der HRE war Funke von München nach Mallorca gezogen. Dort handelte er als Makler mit Luxusimmobilien und wehrte sich aus der Ferne gegen den Vorwurf, für das HRE-Drama verantwortlich gewesen zu sein. Im Zivilprozess um Schadenersatzforderungen ehemaliger Aktionäre sagte er nicht aus.
...

Quelle: n-tv.de

Beitrag #6 von aktiensammler am 20.12.2014 14:38   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

m Musterprozess vor dem Oberlandesgericht München haben die Hype Real Estate-Aktionäre einen wichtigen Erfolg im Kampf um Schadenersatz erzielt. Die Bank will allerdings vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Nach zehn Monaten Verhandlungsdauer hat das Gericht zwar kein Urteil, aber einen sogenannten Musterentscheid verkündet - und den Klägern zum Großteil Recht gegeben. Aktionäre, die ihre Anteil zwischen 2007 und 2008 gekauft haben, können damit auf Schadenersatz hoffen.
...
Das Gericht hat die Flut der Klagen in einem Musterprozess gebündelt, um zentrale Fragen der Beweisaufnahme damit für alle Verfahren klären zu können. Der Richter hatte bereits mehrfach klargestellt, dass der Senat zumindest für einen bestimmten Zeitraum eine Grundlage für Schadenersatzforderungen der Aktionäre sieht. Denn nach Einschätzung des Gerichts wusste das Unternehmen bereits im November 2007 von Belastungen aus der US-Finanzkrise, informierte die Anleger aber erst im Januar 2008 darüber.
Schadenersatz zahlt Steuerzahler

Insgesamt fordern die Kläger in dem Prozess rund 1,2 Milliarden Euro Entschädigung. Da die Bank seit der Notverstaatlichung im Jahr 2009 im Staatsbesitz ist, wird der Schadenersatz letztlich die Steuerzahler in Deutschland belasten.

Quelle: br.de

Beitrag #7 von aktiensammler am 24.05.2015 15:25   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Der Bieterprozzess geht in den Endspurt.

...
Der Bieterprozess für die Kernbank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate kommt auf die Zielgerade. Derzeit werden dem Vernehmen nach die finalen Angebote für die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) erstellt, der Prozess läuft voraussichtlich bis Juni. Erst nach Bewertung der Gebote wird aber entschieden, ob es zu einem Verkauf oder doch zu einem Börsengang kommt. Ausschlaggebend dabei ist, über welchen Weg sich das bessere Ergebnis erzielen lässt. Auf die Ausschreibung hin hatten mehrere Interessenten den Finger gehoben.

Unter den Bietern soll nach einem Bericht des "Wall Street Journal" auch der chinesische Versicherer Anbang sein. Weder die pbb noch Anbang wollten sich dazu am Freitag äußern. Die Hypo Real Estate hatte im Februar begonnen, Gebote für die Deutsche Pfandbriefbank einzuholen. Mit dem Verkauf kommt der Bund einer Auflage der EU-Kommission nach - sie hatte die Re-Privatisierung zur Bedingung nach der milliardenschweren Rettung und Verstaatlichung der Hypo Real Estate im Zuge der Finanzkrise gemacht.
...

Quelle: onvista.de

Gemeint ist damit die "Deutsche Pfandbriefbank AG" in München welche zuletzt als "HVB Real Estate Bank AG" firmierte. Die hat diverse Anleihen an der Börse platziert und war auch selbst an der Börse mit ISIN DE0008019001 notiert. 2001 wurden die Nürnberger Hypothekenbank AG, die Süddeutsche Bodencreditbank AG und die Westfälische Hypothekenbank AG auf die Bayerische Handelsbank AG verschmolzen und die Bayerische Handelsbank AG in HVB Real Estate Bank AG umfirmiert. Im Frühjahr 2003 erfolgte der Sqeeze-out durch den Grossaktionär HypoVereinsbank AG.

Beitrag #8 von aktiensammler am 11.06.2015 23:44   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von aktiensammler am 24.05.2015 15:25

Die Deutsche Pfandbriefbank AG wird nun doch an die Börse gebracht, hier bekommt sie einen eingenen Thread.

Beitrag #9 von aktiensammler am 09.07.2017 18:22   ( 1.627 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die HRE wird uns noch lange erhalten bleiben!

...
Die als Abwicklungsanstalt für die Hypo Real Estate (HRE) gegründete staatliche "Bad Bank" FMS hat noch Papiere mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2078 im Portfolio, wie FMS-Vorstandssprecher Stephan Winkelmeier erklärte. Der Großteil dieser "Langläufer" ist nach Winkelmeiers Worten am Finanzmarkt sehr schwer verkäuflich.
...
Derzeit erwirtschaftet die FMS zwar Profit bei der Verwertung der HRE-Überreste. Im zurückliegenden Jahr 2016 waren es sogar stolze 296 Millionen Euro Nettogewinn.

Doch Winkelmeier erwartet, dass der Betrieb der Abwicklungsanstalt zwischen 2025 und 2030 in die roten Zahlen rutschen könnte. Denn dann wird ein Großteil des gewinnträchtigen HRE-Portfolios bereits verwertet sein - und Neugeschäft darf die FMS nicht tätigen.
...

Quelle: n-tv.de

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