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Thema: German-Pellets GmbH

Thread-Nummer:
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Beitrag #0 von aktiensammler am 29.02.2016 12:30   ( 1.540 Beiträge | Status: ok )
German-Pellets GmbH

Der Holzverarbeiter und Pellets-Hersteller German-Pellets GmbH, welcher mit diversen Mittelstandsanleihen und Genussrechten bekannt wurde, ist insolvent. Eine Anleihe, welche am 01.04.2016 fällig wird sollte mit Hilfe einer Gläubigerversammlung restruktuiert werden, dazu kam es jedoch nicht mehr.

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Der Wismarer Brennstoff-Hersteller German Pellets ist nach eigener Darstellung mit seinem Insolvenzantrag in Eigenverwaltung bei Gericht vorerst gescheitert. Das zuständige Amtsgericht in Schwerin habe zunächst kein solches Insolvenzverfahren angeordnet. Die Anwältin Bettina Schmudde von der Kanzlei White&Case sei als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt worden.
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Zuvor hatte das "Handelsblatt" über die Ablehnung des Antrags berichtet. Das Gericht gab bislang aber noch keine Stellungnahme dazu ab. Bei German Pellets fürchten Tausende Geldgeber um ihre Anlagen in dreistelliger Millionenhöhe. Das "Handelsblatt" zitierte Günther mit den Worten: "Mit der Entscheidung hat sich das Gericht über sieben große Gläubiger hinweggesetzt. Das ist ein einmaliger Vorgang." Günther ist Restrukturierungsexperte und war erst am Mittwoch in die Geschäftsführung von German Pellets eingetreten.
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Die Firma beschäftigt weltweit rund 650 Mitarbeiter; 150 Arbeitsplätze sind in Wismar. Die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld drei Monate sicher, hieß es.
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Als Gründe für die wirtschaftlichen Probleme nannte German Pellets den Verfall des Ölpreises, durch den auch der Marktpreis für Holzpellets unter Druck geraten sei. Zudem seien die Umsätze wegen zweier warmer Winter eingebrochen. Drittens habe sich die Übernahme des Ofenbauers Kago im Jahr 2010 als Fehlinvestition erwiesen.

Quelle: n-tv.de

Beitrag #1 von aktiensammler am 29.02.2016 12:53   ( 1.540 Beiträge | Status: ok )
Anleihen

Das Unternehmen ist mit mehreren Anleihen und Genussrechten auf dem Markt vertreten:

Die Charts in Frankfurt:

Chart
Provided by finanzen.net

7,25 % German-Pellets GmbH Anleihe 2011 (01.04.2016) EO 1000 - DE000A1H3J67 - Volumen: 75.000.000 Euro


Chart
Provided by finanzen.net

7,25 % German-Pellets GmbH Anleihe 2013 (09.07.2018) EO 1000 - DE000A1TNAP7 - Volumen: 50.000.000 Euro


Chart
Provided by finanzen.net

7,25 % German-Pellets GmbH Anleihe 2014 (27.11.2019) EO 1000 - DE000A13R5N7 - Volumen: 100.000.000 Euro


Chart
8,00 % German Pellets Genussrechte GmbH Genussrechte 2010 (Endlos/2015) EO 250 - DE000A141BE2 - Volumen: 50.000.000 Euro

Beitrag #2 von aktiensammler am 24.05.2016 13:33   ( 1.540 Beiträge | Status: ok )
Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren wurde am 01.05.2016 eröffent (AG Schwerin, 580 IN 64/16).

Amtsgericht Schwerin HRB 8769

Veränderungen 04.05.2016

HRB 8769: German Pellets GmbH, Wismar, Am Torney 2a, 23970 Wismar.

Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen.

Quelle: unternehmensregister.de

Beitrag #3 von aktiensammler am 24.05.2016 13:37   ( 1.540 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die ersten Asset-Deals sind schon im Gange:

...
Die Werke des insolventen Holzverarbeiters German Pellets GmbH sind offenbar gerettet: Die Standorte Ettenheim und Herbrechtingen in Baden-Württemberg werden von der Firma J. Rettenmaier & Söhne aus dem württembergischen Rosenberg übernommen und weiterbetrieben, teilte die Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde mit. Die Fabrik in Wismar gehe an den New Yorker Finanzinvestor Metropolitan Equity Partners.
...
In den drei Werken, die Holzpellets zum Heizen und für Tierstreu herstellen, sollen in der Produktion fast alle Stellen erhalten bleiben. In Wismar werde aber in der Verwaltung Personal abgebaut.

Da bisher nicht alle Bedingungen der geschlossenen Verträge erfüllt sind, führt die Insolvenzverwalterin den Geschäftsbetrieb derzeit noch weiter. Die Verhandlungen über ein weiteres Werk in Torgau laufen, auch hier soll es Interessenten geben. Schmudde rechnet mit einer Vereinbarung noch im Mai.
...
Möglicherweise werden die Anleihegläubiger am Ende eine gewisse Quote ihrer Einlage ausbezahlt bekommen. Doch diese wird wohl gering sein; an der Börse wurden die Papiere am Dienstag zu rund einem Prozent ihres Nennwertes gehandelt.

Die Inhaber der nachrangigen Genussrechte werden indes erst mit einer Rückzahlung rechnen können, wenn alle übrigen Gläubiger voll befriedigt sind – sie werden also höchstwahrscheinlich gar nichts bekommen.

Quelle: taz.de

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