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Thema: Steinhoff International Holdings N.V. (NL0011375019)

Thread-Nummer:
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Beitrag #0 von aktiensammler am 07.12.2017 13:13   ( 1.777 Beiträge | Status: ok )
Steinhoff International Holdings N.V. (NL0011375019)

Der Möbelkonzern Steinhoff International Holdings N.V. steckt in einem Bilanzskandal!

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Der Konzern habe Interessensbekundungen für den Verkauf von Randgeschäften erhalten, was die Kassenlage aufbessern könnte, teilte der im MDax notierte Mutterkonzern des Möbeldiscounters Poco am Mittwochabend mit. Entsprechende Verkäufe könnten die Liquidität um rund eine Milliarde Euro aufpolstern, hieß es. Die afrikanische Tochter Star werde ihre Schulden beim Mutterkonzern refinanzieren, was die zusätzlichen Finanzmittel auf rund zwei Milliarden Euro aufstocken könnte.
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Für den Konzern bedeutet das weitere Nachforschungen - die Vorlage der Jahreszahlen, die für den Mittwochmorgen angesetzt war, wurde verschoben. Betroffen sind auch die Bilanzen vergangener Jahre.
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Die Prüfungsgesellschaft PwC soll die Vorkommnisse beim Poco-Mutterkonzern nun untersuchen. Es geht um mutmaßlich überhöht ausgewiesene Umsätze in der Bilanz in dreistelliger Millionenhöhe. Dabei sind Verkäufe vom immateriellen Werten oder Gesellschafteranteile an vermeintlich fremde Käufer im Visier. Diese sollen aber tatsächlich dem Konzern nahegestanden haben.

Spekulationen auf mögliche Unregelmäßigkeiten in der Bilanz waren bereits im Sommer aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt seit August wegen möglicher Bilanzfälschung gegen aktuelle und ehemalige Verantwortliche des Konzerns. Steinhoff hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
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Das Unternehmen verkauft Möbel, Kleidung, Haushaltswaren und Baumaterial und führt eine Autoreparaturkette - rund 4,5 Milliarden Euro soll die Handelskette insgesamt wert sein.

Doch auch am Kap der guten Hoffnung sieht es für den deutschen Konzern mit Sitz in Amsterdam alles andere als rosig aus: Die Börsenaufsicht in Südafrika ermittelt wegen Insiderhandel mit Steinhoff-Papieren.
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Quelle: boerse.ard.de


Der Chart der Aktie in Frankfurt:

Chart
Provided by finanzen.net

Steinhoff International Holdings N.V. Aandelen op naam EO -,50



Die Charts der Anleihen:

Chart
Provided by finanzen.net

4,00 % Steinhoff Finance Holding GmbH Wandelanleihe 2014 (30.01.2021) EO 100.000 - XS1023684282


Chart
Provided by finanzen.net

1,25 % Steinhoff Finance Holding GmbH Wandelanleihe 2015 (11.08.2022) EO 100.000 - XS1272162584


Chart
Provided by finanzen.net

1,25 % Steinhoff Finance Holding GmbH Wandelanleihe 2016 (21.10.2023) EO 100.000 - XS1398317484

Beitrag #1 von aktiensammler am 04.04.2018 22:43   ( 1.777 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

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Wie Steinhoff am Dienstagabend einräumte, haben die 140 Läden, Büros und Grundstücke des Konzerns in Europa lediglich einen Wert von 1,1 Milliarden Euro.
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Ursprünglich hatte Steinhoff sein Immobilienportfolio, darunter vor allem die Läden der österreichischen Möbelkette Kika Leiner, doppelt so hoch mit 2,2 Milliarden Euro bewertet.

Der Wert der Immobilien wurde offenbar über Mieten, die sich Steinhoff-Gesellschaften untereinander bezahlten, künstlich aufgebläht. Außerdem wurden Leerstände nicht berücksichtigt.
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Künftig fließen Leerstände sowie nur Mietverträge, die mit Außenstehenden geschlossen wurden, in die Bewertung der Immobilien ein. Die neu bewerteten Immobilien sind inzwischen bei der Steinhoff-Tochter Hemisphere International gebündelt.
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Nicht betroffen sind die Immobilien der französischen Möbelkette Conforama und der deutschen Billig-Möbelhauskette Poco, an denen Steinhoff beteiligt ist. Diese werden selbst genutzt oder von Dritten angemietet.
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Quelle: boerse.ard.de

Bei der Hemisphere International handelt es sich um die niederländische "Hemisphere International Property BV".

Beitrag #2 von aktiensammler am 21.04.2018 13:27   ( 1.777 Beiträge | Status: ok )
Hauptversammlung

Am 20.04.2018 fand in Amsterdam die HV für das GJ 2017 statt.

Wie heute auf der Steinhoff-Hauptversammlung in Amsterdam bekannt wurde, will sich der in einen Bilanzskandal verwickelte deutsch-südafrikanische Handelskonzern komplett neu aufstellen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Die Unternehmensberatung PwC, die mit der Untersuchung beauftragt wurde, werde ihre Überprüfung voraussichtlich bis Ende 2018 abgeschlossen haben, teilte das Management mit.
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Dann soll auch die noch ausstehende und testierte Bilanz für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2017 vorgelegt werden.

Finanzielle Stabilität und eine Senkung der Schulden nannte Steinhoff auf der Versammlung als Hauptprioritäten. Ende März beliefen sich die Schulden in der Gruppe auf 10,4 Milliarden Euro. Geld in die klammen Kassen soll unter anderem der Verkauf von Firmenwerten bringen. Für Mai ist eine Gläubigerversammlung angesetzt. Allein in Europa gehörten bis zu 150 Banken zu den Gläubigern - das ändere sich nun.

Quelle: boerse.de

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Dabei ging es anno 1965 ganz klein los. Bruno Steinhoff gründete die Firma in Westerstede bei Bremen, ließ Möbel billig in Osteuropa fertigen und verkaufte sie im Westen. Anfangs operierte er aus einer Garage heraus.
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In Deutschland kennt man den Namen weniger, eher schon die zum Imperium gehörende Möbelkette Poco, für die das Sternchen Daniela Katzenberger mit vollem Körpereinsatz warb.

"Die haben aber auch alles", flötete die Blondine. Ja, sie hatten wirklich alles. Auch einen Bilanzskandal. Und eine Prüfung wegen Insiderhandel.
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Quelle: boerse.ard.de

Beitrag #3 von aktiensammler am 26.04.2018 11:49   ( 1.777 Beiträge | Status: ok )
Nachtrag

Die bekannteste deutsche Steinhoff-Beteiligung, die POCO Einrichtungsmärkte GmbH, wird verkauft!

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Der österreichische Möbelhändler XXXLutz übernimmt die deutsche Möbelkette Poco. Die XXXLutz-Gruppe habe sich mit dem Handelskonzern Steinhoff entsprechend geeinigt, teilte das Unternehmen im österreichischen Wels mit. Es gehe um 123 Einrichtungshäuser mit fast 8000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro.
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Die Zentrale bleibe im nordrhein-westfälischen Bergkamen. Laut "Handelsblatt" zahlen die Österreicher für den 50-Prozent-Anteil Steinhoffs an Poco 266 Millionen Euro.
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Quelle: n-tv.de

Beitrag #4 von aktiensammler am 29.06.2018 19:19   ( 1.777 Beiträge | Status: ok )
Zahlen für das HJ 1 / 2018

Die Zahlen für das erste Halbjahr 2018 sind ernüchternd.

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Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln schreibt nachträglich 10,9 Milliarden Euro ab, wie es in seinem Zwischenbericht mitteilte.
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Mit den milliardenschweren Bilanzkorrekturen trage man aufgeblähten Vermögenswerten und rückabgewickelten Transaktionen Rechnung, hieß es.
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Die Negativschlagzeilen hinterlassen auch im operativen Geschäft tiefe Spuren. Allerdings sind die Zahlen noch nicht testiert. In den sechs Monaten von Oktober 2017 bis März lief unter dem Strich ein Verlust von 599 Millionen Euro auf, ein Jahr zuvor waren es 362 Millionen. Die Abschreibungen wirken sich hier nicht aus, sie werden in das Geschäftsjahr 2016/17 gebucht. Operativ hat sich der Verlust auf 152 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Steinhoff habe mit Lieferantenkrediten ebenso zu kämpfen wie mit dem Misstrauen der Kunden, die keine Anzahlungen für bestellte Möbel oder Küchen mehr leisten wollen, hieß es im Halbjahresbericht. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf 9,35 Milliarden Euro zurück. Die Liquidität sei weiter angespannt, räumte Steinhoff ein.
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Laut Steinhoff hat man sich mit dem Großteil der Gläubiger grundsätzlich geeinigt. Basis sei der Vorschlag von Mitte Mai, die Kredite über zuletzt 9,4 Milliarden Euro in unveränderter Höhe zu erneuern und mit einer Laufzeit von einheitlich drei Jahren zu versehen. Um die Einzelheiten auszuarbeiten, brauche Steinhoff aber noch etwas Zeit. Die Gläubiger der Europa-Tochter, der amerikanischen Stripes US Holding und der Steinhoff Finance gaben dem Konzern dafür bis 20. Juli Zeit.
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Die Möbelhäuser von Kika und Leiner in Österreich gingen vor kurzem in einem Notverkauf an die Signa Holding des Immobilienunternehmers Rene Benko. Dem Wiener Unternehmen, das bei 470 Millionen Euro Umsatz zuletzt 26 Millionen Euro Verlust erwirtschaftete, hätte sonst die Insolvenz gedroht, nachdem die Kreditversicherer die Reißleine zogen.

Quelle: teleboerse.de

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